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Milchviehhaltung wächst, Gartenbau erholt und Intensivtierhaltung rückläufig
Die Zukunftserwartungen in der gesamten niederländischen Landwirtschaft zeigten in 2011 keine wesentlichen Veränderungen gegenüber 2010. Nachdem in 2010 die Wachstumspläne der gesamten Landwirtschaft im Verhältnis zu 2009 noch mit 1,9% stiegen, waren es in 2011 nur 0,1%. Der positive Trend seit 2010 hat sich lediglich in ein paar Agrarwirtschaftszweigen durchgesetzt.
AgriDirect, Spezialist im Agrarmarketing und der landwirtschaftlichen Marktforschung, vergleicht jährlich die Entwicklungen der Wachstums-/Zukunftsambitionen aller holländischen Landwirtschaftsbetriebe. In 2011 wurden alle Unternehmen telefonisch zum Thema Investitionspläne und Nachfolgeregelung befragt. Die Jahresübersicht zeigt die Ergebnisse und Trends in den unterschiedlichen Agrarsektoren.
Positive Entwicklung in der Milchviehhaltung setzt sich durch
Niederländische Milchviehhalter sind, wie auch die geschlossenen Schweinezucht- und Mastbetriebe, nach wie vor ein stabiler niederländischer Wirtschaftszweig
mit dem höchsten Prozentsatz Wachstumsintentionen. Der leichte Anstieg von 0,4% im Vergleich zu 2010 signalisiert, dass sich der Agrarsektor Milchproduktion seit 2009 weiter auf Wachstumskurs befindet. 33,9% der befragten Milchviehbetriebe planen, ihren Betrieb zu erweitern oder an den Nachfolger zu übertragen.
Intensivtierhaltung zurückhaltend
Intensive Schweinezucht- und Mast
Der höchste Rückgang hinsichtlich Erweiterungspläne und Firmenübertragung ist bei den geschlossenen Schweinezucht- und Mastbetrieben wahrnehmbar (-3,4%). Dennoch ist dieser Sektor mit 38,2% weiterhin der wachstumsstärkste Wirtschaftszweig. Bei Schweinemastbetrieben sanken die Erweiterungsabsichten/ bzw. Nachfolgeregelungen von 23,6% auf 21,4%. Die Schweinezucht dagegen zeigt sich mit einem minimalen Rückgang von 0,1% (35,3% in 2010) stabil.
Intensive Geflügelhaltung
In der intensiven Geflügelhaltung sinken die Zukunftserwartungen sowohl bei der Eier- als auch Geflügelfleischproduktion. 3,2% weniger Legehennen Betriebe (26,9% in 2011) und 2% weniger Geflügelmastbetriebe (33% in 2011) haben für 2011/12 Erweiterungs- bzw. Nachfolgepläne. Trotz dieses Rückgangs liegen die Prozentsätze noch immer über den Durchschnittswerten der Jahre 2007-2009.
Die einzige Ausnahme in der Geflügelhaltung bildet das zunehmende Erweiterungsinteresse bei weiteren Geflügelbetrieben (6,9%). Hierunter fallen z. B. Kükenaufzuchtbetriebe, Puten, Truthahn, Ente, Gans, Fasan, und weitere.
Gartenbau erholt sich leicht
Hinsichtlich des Wachstums und der Nachfolge zeigt sich ein positiver Trend in den meisten Teilbereichen des Gartenbausektors. Bei Blumenzwiebelbetrieben zeichnet sich eine Steigung der Wachstumsziele von 3,3% auf 23,1% ab, bei Unterglasgemüsebau steigen die Prozentsätze um 1,1% auf 13,6%. Auch Baumschulen (+1,1% auf 8,7%) und Obstanbau (1% auf 14,7%) liegen mit Erweiterungsplänen im Plus. Nur die Zukunftspläne der Blumen- und Zierpflanzenbauunternehmen gehen in 2011 mit 0,2% geringfügig zurück auf 9,7%.
Ackerbau bleibt stabil
19,4% der niederländischen Ackerbauern sagten in 2011 aus, das Unternehmen erweitern, bzw. übertragen zu wollen. Das ist lediglich 0,1% weniger als in 2010. Im Gegensatz zur Entwicklungstendenz in den Jahren 2007 bis 2009 ist das Ergebnis von 19,4% in 2011 positiv.
Lohnunternehmer zeigen sich zurückhaltend
Bei Lohnunternehmen zeigt sich in 2012 ein Rückgang der Investitionsabsicht bei verschiedenen Landbaumaschinen. Außer Feldspritzen planen Lohnunternehmen in diesem Jahr weniger Anschaffungen zu tätigen als im Jahr zuvor. Zu diesem Thema wurden im Februar 2012 circa 2.900 Betriebe durch AgriDirect Deutschland GmbH telefonisch befragt.
13,4% der befragten Betriebsleiter von Lohnunternehmen planen in 2012 in einen neuen Schlepper zu investieren. Das sind 1,4% mehr als in 2010, jedoch 0,3% weniger als in 2011.
Der Prozentsatz Feldspritzen bleibt mit 2,6% im Vergleich zum Vorjahr stabil. Bei den Maschinentypen Feldhäcksler (- 1,1%) und Großpackenpressen (- 0,8%) ist ein leichter Investitionsrückgang im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen.
Mähdrescher wurden vor allem in 2011 gekauft. Der Bedarf für 2012 sinkt bei den befragten Lohnunternehmen mit -2,5% auf 3,7%.
Nach einigen stabilen Jahren sinken die Erweiterungs- und Investitionspläne deutscher Lohnunternehmer in 2012 mit 4,4% unter die 10% Marke.
Bei der im Februar 2012 bundesweit ausgeführten Datenerfassung von knapp 2.900 Lohnunternehmen sagten 8,5% der Betriebe aus, in diesem Jahr investieren oder den Betrieb an einen Nachfolger übergeben zu wollen. In 2006 lag dieser Prozentsatz noch bei 18,2%. Der Großteil der Unternehmen plant den Betrieb so weiterzuführen, wie bisher und signalisiert sich zufrieden mit der momentanen Betriebslage.
Ebenfalls sinkende Betriebsauflösungen
In 2012 sinkt ebenfalls die Anzahl Unternehmen, die den Betrieb planen abzubauen oder einzustellen, von 2% auf 1,7%. In 2006 waren es noch 6,1%.
Nach zwei Jahren der Zurückhaltung wollen deutsche Milchviehhalter wieder in Melkanlagen investieren. Diese Tendenz zeigt sich in den Ergebnissen der telefonischen Befragung von mehr als 9.500 Milchviehbetrieben, die AgriDirect Deutschland in den Monaten Dezember und Januar durchgeführt hat. Mit einer deutlichen Steigung von 8,6% in 2010 auf 12,1% in 2011 scheint sich dieser landwirtschaftliche Sektor zu erholen.
Ergebnisse einer bundesweiten Marktstudie unter Schweinezüchtern
Bei einer bundesweit ausgeführten Marktstudie zum Remontierungsverfahren von Schweinezüchtern stellte sich heraus, dass mehr als 60% der größeren Schweinezuchtbetriebe Jungsauen zukaufen. Dies ist das Ergebnis einer Befragung von 450 Schweinezüchtern mit mehr als 400 Muttersauen, die Ende 2011 durch AgriDirect Deutschland GmbH zu diesem Thema durchgeführt wurde.
Über 60% aller befragten Züchter kauft regelmäßig neue Jungsauen, um den Tierbestand konstant zu halten. Die in diesem Zusammenhang am häufigsten genannten Bezugsquellen sind die Schweinezuchtorganisationen Danzucht (22%), gefolgt von Topigs (10,4%) und dem Schweinezuchtverband Baden-Württemberg (ebenfalls 10,4%).
Schweinezuchtbetriebe mit mehr als 1000 Muttersauen entscheiden sich dagegen mit überdurchschnittlichen 49,2% für die Methode der Eigenremontierung über den Zukauf von Sperma. Die wichtigsten Lieferanten hierfür sind BHZP und Topigs (beide mit 16,1%) vor Danzucht (14,9%). Insgesamt besamen 28,2% der deutschen Schweinebetriebe mit eingekauftem Sperma und nur 7,6% mit Sperma aus eigenem Tierbestand.
Über AgriDirect Deutschland GmbH
AgriDirect Deutschland GmbH ist ein landwirtschaftliches Dialogzentrum mit Hauptsitz in den Niederlanden. AgriDirect wurde 1995 in Roggel (NL) gegründet und eröffnete in 2009 eine deutsche Niederlassung in Viersen. Als Spezialist für Dialogmarketing und Marktforschung in der Agrarwirtschaft führt AgriDirect jährlich mehrere Marktscanner in den verschiedenen landwirtschaftlichen Sektoren Tierhaltung und –zucht, Biogas, Ackerbau, Gewächshaus, Obst-und Weinanbau, sowie Lohnunternehmen durch. Während dieser Marktscanner werden detaillierte Betriebsdaten der agrarischen Unternehmer, wie z.B. Betriebsgröße, Fläche, Tierbestand, Gewächs- und Tiersorten, sowie Investitionsverhalten erfasst und durchgehend aktualisiert. Die Ergebnisse zu den Entwicklungen und Tendenzen in der Agrarwirtschaft werden von AgriDirect regelmäßig publiziert.
Am Mittwoch, dem 15. Februar 2012 haben die Eigentümer von AgriDirect BV und Ir. Jo Smolenaar von der Gemeinde Leudal den Kaufvertrag des früheren Rathauses von Roggel unterzeichnet. Ab sofort ist AgriDirect neuer Eigentümer des zwei Etagen zählenden Gebäudes mit einer Bürofläche von ca. 1500m2.
Mit mittlerweile mehr als 60 Mitarbeitern ist die heutige Geschäftsadresse an der Kloosterstraat 9 für den Niederländischen Agrarmarketing Spezialisten zu klein geworden. Die neuen Eigentümer des Rathauses, Thieu Hendriks und Els van Wylick freuen sich auf den bevorstehenden Umzug. „Dieser Kauf bietet uns die Möglichkeit, uns in den nächsten Jahren weiter zu vergrößern. Der Geschäftshauptsitz der Firma AgriDirect wird auf der ersten Etage eingerichtet werden. Die Räumlichkeiten im Erdgeschoss werden an andere Unternehmer vermietet“, sagt Thieu Hendriks.
Größere Blumenzwiebelzüchter planen zusätzliche Erweiterung
Im zweiten Jahr in Folge stieg der Prozentsatz investierungsfreudiger niederländischer Blumenzwiebelzüchter. In 2010 planten noch 17% der Züchter, den Betrieb in Kürze zu erweitern oder den Betrieb an einen Nachfolger zu übertragen. In 2011 stieg dieser Prozentsatz auf 19%. Das ist das Ergebnis des jährlichen BlumenzwiebelScanner der landwirtschaftlichen Dialogmarketing- und Marktforschungsagentur AgriDirect. Zu diesem Thema wurden im Dezember 2011 circa 900 niederländische Blumenzwiebelzüchter befragt.
Von den Blumenzwiebelunternehmen mit einer Anbaufläche von mehr als 15 ha gaben 28% an, expandieren zu wollen. Nur in 2007 lag dieser Prozentsatz mit 29,2% noch höher, bevor die Investierungspläne in diesem Agrarsektor in 2008 erheblich sanken.
Die Zahl der Blumenzwiebelzüchter ab 15 ha mit dem Vorhaben, den Betrieb abzubauen oder einzustellen, ist im Vergleich zu 2010 um mehr als die Hälfte auf 1,2% gesunken. Im gesamten Blumenzwiebelsektor ist jedoch noch immer eine leichte Steigung von 0,7% der Unternehmen festzustellen, die den Betrieb einstellen wollen.
Die Pläne zur Betriebsnachfolge sind in 2011 vor allem bei den großen Blumenzwiebelbetrieben ab 15 ha mit 5,9% gestiegen. Trotz dieser erhöhten Anzahl Betriebsnachfolger ist die Nachfolgeregelung im gesamten Sektor im Durchschnitt stabil geblieben.
John Deere populärste Marke
22 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in Polen ab 500 Hektar wollen in Kürze in einen Traktor investieren. Dies zeigt der ‘Scanner Polen 2011’ von AgriDirect aus Viersen, eine telefonische Befragung unter polnischen Landwirten. Mittlerweile wurden von 1.000 Betrieben ab 500 Hektar Betriebsinformationen wie die Investitionspläne in Traktoren notiert.
12% entschieden sich für einen neuen Traktor, 5% für einen gebrauchten und 5% wissen noch nicht, ob es ein neuer oder gebrauchter Traktor werden soll.
Auch wurde durch AgriDirect die Frage nach der Traktor Marke an die Landwirte mit Investitionsplänen gestellt. John Deere wird mit mehr als 35% am meisten durch die polnischen, landwirtschaftlichen Betriebe als mögliche Marke genannt. Auf dem zweiten beziehungsweise dritten Platz stehen Fendt (fast 19%) und New Holland (fast 17%).
Die Agritechnica 2011 ist mittlerweile wieder vorbei. Dieser weltweite Marktplatz der Landtechnikbranche heißt alle zwei Jahre Hunderttausende Besucher aus Deutschland aber auch aus dem Ausland willkommen.
Einige Wochen vor der Eröffnung dieser Messe, fragten wir die Besucher von agri-treff.de, ob sie die Agritechnica 2011 besuchen wollen und so ja, mit welchem Ziel.
Mehr als 60% planten diesen Besuch; 45% wollten sich hauptsächlich über neue Techniken informieren, 8% wegen vorgenommener Investitionen und 8% wegen der sozialen Kontakte.
40% der Landwirte ging in diesem Jahr nicht zu der Messe in Hannover.
Insgesamt reagierten 485 Landwirte auf diese Umfrage.
Positivere Stimmung im Gemüse unter Glas Sektor
Sowohl der Prozentsatz Gewächshaus Gärtner mit Expansionsplänen als auch derer mit Beendigungsplänen liegt knapp unter 9%. Dies bedeutet, dass mehr Gewächshausgärtner als im letzten Jahr den Betrieb beenden wollen und weniger als im letzten Jahr expandieren wollen. Der Gemüse unter Glas Sektor ist mit 11% Expansionsplänen positiver eingestellt als der Durchschnitt. Dies resultiert aus dem GewächshausScanner Niederlande 2011 von AgriDirect.
AgriDirect inventarisiert jährlich während des GewächshausScanners die Zukunftsorientierung der Gewächshaus Gärtner. Hierzu wurden von September bis Oktober 2011 mehr als 4.000 Gewächshausbetriebe in den Niederlanden angerufen.
In der gesamten Gruppe der Gewächshaus Gärtner, ist der Prozentsatz der Expansions- oder Nachfolgepläne von 9,5% in 2010 auf 8,8% in 2011 gesunken. Der Prozentsatz derjenigen, die den Betrieb beenden wollen, stieg im gleichen Zeitraum von 8,4% auf 8,9%. Derselbe Trend zeigt sich bei Betrieben ab 2 Hektar unter Glas obwohl hier der Prozentsatz hinsichtlich der Expansionspläne deutlich höher und der Prozentsatz hinsichtlich der Beendigungspläne wesentlich niedriger liegt als der Sektor Durchschnitt.
Stimmung im Gewächshaus - Gemüsesektor positiver
11% der Gemüsezüchter unter Glas wollen in Kürze den Betrieb erweitern oder nachfolgen lassen. Dieser Prozentsatz ist wesentlich höher, als der Sektor Durchschnitt. Der Prozentsatz derjenigen, die den Betrieb einstellen wollen, ist niedriger als im gesamten Gewächshaussektor. Züchter von einjährigen Garten- und Beetpflanzen schauen am wenigsten positiv in die Zukunft. Hier wollen nur 5,5% expandieren und 9,8% planen in Kürze den Betrieb einzustellen.














